P-Seminar "English Short Film"
Das P-Seminar "English Short FIlm" hat die Produktion eines Kurzfilms in englischer Sprache zum Ziel.
Im ersten Halbjahr erhalten die Schülerinnen und Schüler Informationen zur Berufs- und Studienorientierung.
Im Laufe des zweiten Halbjahres des Seminars erwerben sich die Schüler theoretische Kenntnisse über Schnitttechniken, Einsatz von Licht und Musik im Film und Kameraperspektive, sowie Drehbuch bzw. Storyboard. Der Drehbuchautor, Regiesseur und Produzent Felix Knöpfle (www.felixfilm.de) liefert mit seinem Vortrag zusätzliche Einblicke in die Arbeit am Film. Ebenfalls im ersten Halbjahr wird das Drehbuch geschrieben.
Das dritte Halbjahr steht im Zeichen der Produktion. Zunächst planen und organisieren die einzelnen Teams (Regie, Kamera, Ton, Make-Up, Kostüm, Set, Casting, Catering) die Dreharbeiten. An einem Wochenende wird dann der Film gedreht um anschließend in der Postproduktion geschnitten und mit Musik unterlegt zu werden.
In einem letzten Schritt bereitet das Marketing-Team die Vorführung des Films für die Schulgemeinschaft vor.
W-Seminar "Selected US TV series"
Amerikanische Fernsehserien galten lange Zeit als alltagstaugliche Massenware oder billige Nebenproduktionen der großen Hollywoodstudios. Dies hat sich durch die Verbreitung neuer Medien zum Teil grundlegend verändert. Neue amerikanische Fernsehsender, die sich über Abonnements oder den Verkauf von DVDs statt über Werbepausen finanzieren, sind heute kaum noch auf Einschaltquoten, sondern auf die Zufriedenheit eines vergleichswese kleinen, aber auch zahlungskräftigen Zuschauerkreises angewiesen, der zunehmend bereit ist, Geld für auflergewöhnliche Fernsehproduktionen auszugeben. Einige moderne Fernsehserien richten sich daher weniger an den Gelegenheitszuschauer, der sich zufällig nach Feierabend durch die Sender zappt, sondern auf anspruchsvolle, interessierte Zuschauer, die eine Serie oft von der ersten bis zur letzten Folge aufmerksam verfolgen.
So ist in den vergangenen Jahren, insbesondere in den USA, eine Vielzahl von Fernsehserien entstanden, deren narrative Komplexität häufig mit den großen Romanen der viktorianischen Zeit verglichen wird. Figuren und Handlungsstränge besitzen nicht zuletzt aufgrund der Länge der fortlaufenden Handlung eine Vielschichtigkeit, die selbst anspruchsvollste Kinoproduktionen nie erreichen können.
Die amerikanistische Kulturwissenschaft ist schon seit einiger Zeit auf diese Art von Fernsehproduktionen aufmerksam geworden und bietet parallel zu literaturwissenschaftlichen Kursen vermehrt auch Seminare zu einzelnen Fernsehserien an. In ähnlicher Weise versucht auch das W-Seminar am MGN, Schülerinnen und Schüler mit den Eigenheiten dieses Mediums vertraut zu machen. Hierbei setzen sich die Schülerinnen und Schüler arbeitsteilig mit den Serien The West Wing, The Sopranos, The Wire und Mad Men auseinander. Sie analysieren Figuren, Handlungsstränge, gesellschaftliche Zusammenhänge und setzen sich ebenso mit Formen der Filmanalyse oder einzelnen medienwissenschaftlichen Aspekten auseinander. Zugleich beinhaltet das Seminar eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten sowie das Erlernen wissenschaftlicher Arbeitstechniken und Standards. Die schriftliche Seminararbeit soll schliefllich eine vertiefte Beschäftigung mit einem Teilaspekt zu einer Serie zum Gegenstand haben.


