Schulleben

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Bericht über die Exkursion ins Germanische Nationalmuseum

Am 6.7.2016 fanden sich die Teilnehmer des Kurses aus den Jahrgangsstufen 7-9 in der ersten Pause an der Hofeinfahrt Merkelsgasse ein. Gegen 10.00 Uhr kamen wir am Germanischen Nationalmuseum an, wo sie von Herrn Klein, einem Dozenten der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, herzlich empfangen wurden. Nach einer kurzen Einweisung in die Verhaltensregeln des Museums führte uns Herr Klein in den Teil des Museums, wo die Gemälde aus der Renaissance ausgestellt sind. Er erklärte uns die Grundprinzipien der Renaissance: In der Renaissance schuf der Mensch wieder selber etwas und sammelte Erkenntnisse anstatt wie im Mittelalter nur zu kopieren und abzumalen. Er nutzte die 7 freien Künste (Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie), um seine Werke zu gestalten.
Anschließend bekamen die Schüler die Aufgabe, sich ein Portrait zu suchen und dann die Körperhaltung, den Blick, die Mimik und ein individuelles Merkmal zu bestimmen. Bei Portraits aus der Renaissance ist die Körperhaltung der Person meist gerade; sie blickt in die Ferne und sieht den Betrachter nicht an; die Mimik ist meist ernst.

Dann zeigte Herr Klein ein Marienbild und erklärte uns daran den „Goldenen Schnitt“. Der „Goldene Schnitt“ ist ein Verhältnis von etwa 1/3:2/3 und wird hauptsächlich in der Architektur und in der Kunst verwendet. Wenn ein Objekt diese Proportionen besitzt, ist es „angenehm“ für das Auge des Betrachters. Außerdem beschrieben und interpretierten wir das Bild.

Zum Vergleich wurde den Schülern ein Portrait aus dem Barock vorgestellt. Herr Klein erläuterte die Unterschiede zu einem Bild aus der Renaissance.
Als letzten Punkt im Museum ging die Gruppe in den Bereich der modernen Kunst. Es wurde ihnen ein Gemälde von dem Künstler Geiger gezeigt. Wenn man ca. 5 Minuten starr auf das Bild schaut, wird Helles plötzlich grünlich und der Punkt beginnt zu verschwimmen. Die Wahrnehmung wird stark verändert.
Nach einer zweistündigen Mittagspause traf der Kurs sich um 14.00 Uhr wieder an der Schule. Nun bekamen alle Schüler (nach einer kurzen Belehrung über Schrift) die Aufgabe, ihre eigene Schrift zu entwickeln. Sie sollten darauf achten, dass man mit dieser sowohl Tonhöhe und - länge als auch Pausen zwischen den Wörtern zum Ausdruck bringen kann. Als zu schreibenden Satz bedienten sich die Teilnehmer des Kinderliedes „Alle meine Entchen“.

Es kamen zum Teil ganz tolle eigene Schriften zustande. Auch wurde manchmal die Leserichtung verändert bzw. der Liedtext mit der eigenen Schrift in eine ganz neue Form gebracht (z.B. einer Ente). 

Ein sehr interessanter und kreativer Tag! Vielen Dank an Herrn Klein, Herrn Mattner, Frau Kroth und Frau Safferling.

David Ketenidis und Christopher Stummvoll, 9b