Schulleben

/ / Schulleben

Exkursion ins landeskirchliche Archiv

Schüler berichten von der Exkursion...

WAS HAT EVA MIT MELANCHTHON ZU TUN?

Sebastian Schmid, 10b

Zu Beginn des Jahres trafen sich alle Schüler des Kurses ,,Förderung besonders guter Schüler“ in Raum 312. Es wurde gemunkelt, was denn auf uns alle zukäme. Erste Wetten wurden abgeschlossen. Es wurde heiß diskutiert. Dass es anstrengend wurde, lässt sich im Nachhinein schon sagen. Aber anders als gedacht. Die drei verantwortlichen Lehrer, Herr Mattner, Frau Kroth und Frau Safferling-Rohmfeld, betraten das Klassenzimmer und es wurde ruhig. Nachdem die offensichtlichen organisatorischen Dinge abgehakt waren, kam es zur spannenden Frage: Was machen wir? Wir hatten uns etwas Geschichtliches gewünscht.
Die Antwort lautete: EVA - Eigenverantwortliches Arbeiten, wie uns später verraten wurde.
Zuerst, was bedeutet eigenverantwortliches Arbeiten genau und was für positive Eigenschaften bringt es mit sich?

EVA ist eine Methode für den Schulunterricht, um bei Schülern bestimmte Schlüsselqualifi-kationen zu fördern, wie zum Beispiel Selbständigkeit, freie Arbeits- und Zeiteinteilung, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit,  Kreativität, Eigeninitiative, Zuverlässigkeit und vor allem Verantwortungsbewusstsein.

Nun blieb nur noch das Thema, welches wir eigenverantwortlich erschließen sollten.

Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Reformation von 1517 nehmen wir aufgrund der engen Freundschaft Melanchthons und Luthers an der Langen Luther Nacht am 22.7.17 von 18 Uhr bis Mitternacht teil. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Landeskirchlichen Archiv, den Kirchen St. Jobst, St. Bartholomäus, der Reformations-Gedächtniskirche und der Zionsgemeinde statt. In dieser Langen Luthernacht können die Bürger von Station zu Station wandern und überall etwas zum Thema Luther bzw. Reformation erfahren. Wir hatten die ehrenvolle Aufgabe, eine Ausstellung für diese Nacht zu erstellen zum Thema: Melanchthon mit allen Sinnen – Wandeln auf seinen Spuren in Nürnberg:

Bei uns kann jeder Besucher Luthers guten Freund Philipp Melanchthon und die Zeit der Reformation „erleben“:

Auf selbstgestalteten Plakaten sieht man den geschichtlichen Hintergrund der Reformation und verschiedene Abbildungen zu Melanchthon. Auch besteht die Möglichkeit, bei einem Interview mit Melanchthon Informationen aus seinem Leben und Werk zu hören und Unterschiede zwischen dem damaligen und heutigen Melanchthon-Gymnasium zu erfahren. Außerdem bekommt man Einblick in die Naturwissenschaften zur Zeit der Reformation.

Als Highlight gibt es selbstgebackene Leckereien aus der Reformationszeit, die jeder Besucher gerne kosten darf. Halbstündlich sollten Vorträge von uns zu den einzelnen Stationen stattfinden.

Doch bevor alles fertig war, stand noch jede Menge Arbeit vor uns ...

Als die Themen verteilt worden waren, wurde jeder Gruppe ein Zehntklässler zugeteilt. Diese hatten die Funktion eines Ansprechpartners und Koordinators für die jüngeren Schüler (Klasse 7-9). Zudem wurden wir extra von unseren 3 Lehrkräften gecoacht. Wie die Themen inhaltlich erschlossen wurden, war ganz unterschiedlich. Einige teilten sich in kleine Untergruppen ein, andere arbeiteten zuerst alleine und fügten am Ende alles zusammen.

Dies war die Aufgabe bis zum Anfang der Osterferien: Was zunächst nach sehr viel Zeit aussah, entpuppte sich dann doch als gar nicht so lange. Typisch für Schüler :D.

Da es wichtig ist, dass die Methoden, die Ergebnisse zu veranschaulichen, den Schülern beigebracht werden, fanden noch zahlreiche weitere Treffen statt. In diesen Treffen wurde uns u.a. nahegebracht, wie man gute Plakate richtig erstellt. Mit den erlernten Fähigkeiten begannen die Gruppen mit der Visualisierung der Ergebnisse. Ob Powerpoint-Präsentation, klassisches Plakat oder auch beides - alles war möglich, Hauptsache die Informationen waren anschaulich dargestellt.

Es folgten zahlreiche weitere Treffen, in denen die Fortschritte der verschiedenen Gruppen geprüft und betrachtet wurden. Mit der Kritik der anderen Gruppen wurden die Ergebnisse dann auf das nächste Treffen blickend verbessert. Sodass dann auch wirklich alle pünktlich am Ende waren; sowohl körperlich als auch mit Ihren Präsentationen – es war anstrengender als anfangs gedacht, da ja die Arbeitsphasen vornehmlich außerhalb der regulären Unterrichtszeit stattfanden. Tatkräftige Unterstützung bekamen wir von unseren Lehrkräften, die wir stets ansprechen konnten.

Zu EVA lässt sich sagen, dass es eine spannende, neue, sehr lehrreiche und vor allem fordernde Arbeitsform war.

Spürbar zu merken war mit Sicherheit die Abhängigkeit jedes einzelnen von der ganzen restlichen Gruppe, was das Verantwortungsbewusstsein eines jeden gesteigert hat. Dies lässt sich auch auf die anderen, durch EVA sich entwickelnden Eigenschaften übertragen. Auch inhaltlich haben wir sehr viel dazugelernt.

Somit war dieses Großprojekt ein voller Erfolg!

Zuletzt kann man sich nur bei den verantwortlichen Lehrern für ihre sehr geduldige Arbeit mit uns bedanken und mit positivem Gemüt in die nächste Runde unseres Kurses schauen.

 

 

Exkursion des Kurses Förderung besonders guter Schüler in das Landeskirchliche Archiv in Nürnberg am 31.01.2017

Am 31. Januar 2017 unternahmen wir im Rahmen des Kurses zur Förderung besonders guter Schüler unter Leitung von Peter Mattner und Begleitung von Dagmar Kroth und Barbara Safferling-Rohmfeld einen Ausflug in das Landeskirchliche Archiv in Nürnberg. Wir besuchten die Ausstellung zum Thema Reformation und Luther anlässlich zum 500. Jubiläum der Reformation. Nachdem wir dort angekommen waren, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Zuerst hat unsere Gruppe die Ausstellung besichtigt, bei der uns Frau Dr. Andrea Schwarz (Leiterin des Landeskirchlichen Archivs) anhand verschiedener zeitgenössischer Darstellungen die unterschiedlichen Ansichten zu Luther bis heute zeigte. Wir durften Bilder beschreiben und interpretieren, auch übersetzten wir lateinische Zitate auf den Bildern ins Deutsche. Danach konnten wir in unseren Kleingruppen unsere Projekte zur Langen Luthernacht in einem Seminarraum weiter bearbeiten; durch die Besichtigung dieser Lutherausstellung erhielten wir weitere Impulse für unsere eigenen Projekte. Insgesamt war es ein spannender und interessanter Ausflug.

Monogrammist WS (Wolfgang Stuber): Luther als Hl. Hieronymus, um 1580, Kupferstich

Der Text heißt übersetzt: "Lebendig war ich dein Unheil, wenn ich sterbe, werde ich dein Tod sein, Papst." Luther wird hier ähnlich wie der Heilige Hieronymus mit einem Löwen dargestellt. Luther hat wie auch Hieronymus die Bibel übersetzt, im Bild arbeitet er an seiner Übersetzung. Der Künstler bezieht mit dem Kupferstich Position für Luther als Reformator. Mit dem Tod des Papstes meint der Künstler wohl nicht den direkten Tod des Papstes, sondern eher einen Untergang der katholischen Kirche.

Philipp Schinhammer, Felix Segmüller, Rafael Pantics 10b                       

 

 

Exkursion des Kurses Förderung besonders guter Schüler zum Thema „Frauen in der Reformationszeit“

Philipp Schinhammer, 10b

Am 24.05.2017 traf sich ein Teil des Kurses Förderung besonders guter Schüler nach der ersten Stunde an der Hofeinfahrt Merkelsgasse, um gemeinsam mit Herrn Mattner in die Altstadt zu laufen.

Da Luthers Thesenanschlag aus dem Jahre 1517 in diesem Jahr seinen 500. Jahrestag hat, beschäftigen wir uns momentan besonders mit der Zeit der Reformation, wobei wir bei dieser Exkursion mehr über Frauen während der Reformationszeit erfahren sollten.

Als wir in der Altstadt ankamen, wartete bereits unsere Stadtführerin, eine Historikerin, an der Kirche St. Klara auf uns. Sie begrüßte uns und wir gingen gleich hinter die Kirche, wo sich in früheren Zeiten einst ein Kloster befand.

Dort wurde uns viel über das Klarissenkloster erzählt, welches im Jahr 1270 gebaut wurde und zu Zeiten der Reformation gezwungen wurde, sich dem lutherischen Bekenntnis anzuschließen und erst im Jahr 1854 schließlich wieder zu einer katholischen Kirche wurde.

Uns wurde berichtet, dass sich die Nonnen im Kloster während der Reformation gegen den protestantischen Glauben wandten und sich gegen den Zwang der Stadt, welche 1525 protestantisch wurde, ausgesprochen haben.

Die Äbtissin des Klosters, Caritas Pirckheimer, wehrte sich gegen eine Schließung des Klosters und erreichte bei einem Vieraugengespräch mit Philipp Melanchthon, dass die Nonnen bleiben durften, jedoch keine neuen mehr im Kloster aufgenommen werden, was zur Schließung des Klosters 1596 durch den Tod der letzten Nonne führte.

Im Anschluss daran gingen wir weiter zur Lorenzkirche und zum Rathaus, wo uns Weiteres zur Reformation erzählt wurde.

Abschließend machten wir uns noch auf zur Sebalduskirche, an der uns u.a. die beiden Statuen an der Außenwand von Luther und Melanchthon gezeigt wurden.

Insgesamt war es ein sehr interessanter Ausflug, der uns allen die Geschehnisse der Reformation in Nürnberg gut verdeutlichte und aufzeigte. 

Der andere Teil des Kurses Förderung besonders guter Schüler ging ins Spielzeugmuseum, um mehr über mittelalterliches Spielzeug zu erfahren.