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Exkursion des Pluskurses nach München zum Thema „München im Nationalsozialismus“

Nora Tremel, 7c

Am 13. Oktober 2021 fand die zweite Exkursion unseres Kurses Pluslernen statt. Diesmal ging es nach München, wo uns eine Stadtführung zum Thema „München im Nationalsozialismus“ erwartete. Nach einer 2,5-stündigen Busfahrt kamen wir in München an, wo wir von den beiden Stadtführern begrüßt und in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Danach ging es los zur ersten Station: Das Hotel vier Jahreszeiten in der Maximilianstraße. Unsere Führerin erklärte uns, dass das Hotel früher ein Treffpunkt der Thule-Gesellschaft war, die eine Antisemitische Gruppe mit ungefähr 1500 Mitgliedern war und ein Vorläufer der späteren NSDAP. Weiter ging es zum Hofbräuhaus. Dort hielt Hitler oft Versammlungen ab, da um die 3500 Leute in das Gebäude passten und man sich dort früher am Abend versammeln konnte. Anschließend sind wir zur Isarbrücke gelaufen, wo wir hörten, dass Hitler nach Deutschland gekommen ist und zur Armee ging. Nach der Armee wusste er nicht so recht, was er machen wollte und ging in die NSDAP, wo er durch sein rhetorisches Talent auffiel und schnell eine einflussreiche Person in der Partei wurde. Die nächste Station war das alte Rathaus. Wir liefen weiter zum Odeonsplatz. Hier hörten wir davon, dass Hitler einen Putsch plante und mit einer Menge an Anhängern und Zuschauern, die sich dem Zug angeschlossen haben, durch die Stadt lief und letztendlich von Polizisten am Odeonsplatz gestoppt wurde. Danach folgte eine Schießerei, bei der insgesamt 15 Polizisten und ein unbeteiligter Passant starben. Schließlich wurde Hitler festgenommen, verhört und zu einer Haftstrafe von 5 Jahren verurteilt, von der er nur 9 Monate absaß, ehe er wieder entlassen wurde. Später als Hitler an der Macht war, hat er diesen Platz zum Gedenkort gemacht und hat dort Kränze aufstellen lassen. Schließlich musste man immer, wenn man an dieser Stelle vorbeilief oder mit dem Auto vorbeifuhr den Hitlergruß zeigen. Für die Leute, die das nicht machen wollten, gab es eine Abkürzung durch die Viscardigasse, die direkt nebenan liegt, doch hier musste man sich unangenehmen Fragen stellen z.B. Warum man durch die Straße lief und nicht einfach am Platz vorbei ging und warum man den Hitlergruß verweigerte. Nach einer kurzen Pause gingen wir weiter zum „Platz der Opfer des Nationalsozialismus“, wo das „Ewige Feuer“ steht, das dort ununterbrochen seit 2008 brennt. Unser nächster Halt war das Ehemalige Gefängnis der Gestapo (Geheime Staatspolizei), wo die Geschwister Scholl verhört worden sind und in dem sich jetzt die Bayerische Landesbank befindet. Schließlich gingen wir weiter zum Königsplatz, wo die Exkursion endete. Während der ganzen Führung hat man gesehen, dass die Stadt München mit ihrer nationalsozialistischen Geschichte zurückhaltend umgeht. Ich persönlich finde, dass es wichtig ist, sich an solchen Orten die Vergangenheit bewusst zu machen.