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FAU Geschichtsdidaktik: Zeitzeugenprojekt 9ab

Am Donnerstag, den 20. Januar unterstützten Studierende des Lehrstuhls für Geschichtsdidaktik ein Zeitzeugen-Quellen-Projekt zum Auschwitzüberlebenden Albert Kimmelstiel der Geschichtsgruppe 9ab des Melanchthon-Gymnasiums Nürnberg. Die Videointerviews und der Leidensbericht vom November 1945 waren der Ausgangspunkt, um Albert Kimmelstiels Geschichte zu begreifen. 1922 geboren, wuchs er in Forth auf, floh 1938 mit seiner Familie vor der antisemitischen Hetze des Dorfes nach Nürnberg, wohnte hier in einem so genannten Judenhaus am Frauentorgraben 92 und wurde vom Bahnhof Märzfeld-Langwasser nach Riga und später nach Auschwitz deportiert. Er alleine hat überlebt und konnte Zeugnis ablegen über die Demütigungen, Hungerqualen, Gewaltexzesse und Enthumanisierung des totalitären-rassistischen NS-Systems. Der Projekttag unter der Leitung von Dr. Martina Switalski als Dozentin und Lehrkraft hat Fragen nach dem Ausmaß der Vernichtung anhand der Wannseekonferenz gestellt, aber auch erinnerungskulturelle Fantasie hinsichtlich der Umnutzung des verlotterten Bahnhof Märzfeld als Gedenkort angeregt.