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Kurs Pluslernen: Förderung besonders guter/begabter Schüler*innen

Lisa Niesalla, 7a

 

 Modul Rhetorik:

Unser erster Themenblock in diesem Schuljahr 2018/19 war Rhetorik: 

Wir hatten uns in 3er bis 5er Gruppen eingeteilt und Themen gewählt. Zur Auswahl standen: Schlagfertigkeit, Stimme trainieren, der richtige Aufbau eines Vortragens, No –Go´s in einer Präsentation und wie man Lampenfieber bekämpfen kann.

Wir trafen uns selbstständig in Gruppen, um für die Referate zu recherchieren und diese schließlich zu halten. In einem unserer Freitagstreffen wurden die Referate dann vorgetragen.

Im zweiten Abschnitt des Themenblocks suchten wir uns nun ein eigenes Thema. Wir bereiteten das Referat in denselben Gruppen vor, diesmal hatten wir allerdings nur zwei Wochen Zeit. Mitte Dezember wurde dann die zweite Runde Referate, unter Beachtung der vorher vorgestellten Tipps, gehalten, z.B über die Queen oder J.K. Rowling.

Ich denke, diese Vorträge haben unser Können im Bereich Selbstständigkeit, Organisation und Teamfähigkeit gesteigert. Und wir haben viel über Schlagfertigkeit und Präsentationstechniken gelernt.

Je mehr Erfahrung und Übung, desto besser.

 

Modul Genetik:

Als zweites Thema befassten wir uns mit dem Thema Genetik, dem Aufbau und der Funktion von Zellen und deren Erbgut. Eine Exkursion an die Uniklinik in Würzburg mit einem Angebot des Rudolf-Virchow-Zentrums für experimentelle Biomedizin stand an. Wir fuhren am Mittwoch, 24.10.18, mit der Bahn zum Würzburger Hauptbahnhof und von dort aus mit der Straßenbahn weiter zur Uniklinik.

Dort angekommen liefen wir durch eine hohe Eingangshalle mit Glasfassade an Laboren vorbei. In einem Vortragsraum angekommen, legten wir unsere Sachen ab und uns wurde offengelegt, warum wir „herbeigerufen“ worden waren:

In den Laborräumen der Uni hatte ein Verbrechen stattgefunden - und nicht irgendeines, sondern Mord. Ein Mord an einer erfolgreichen Studentin, welche kurz vor einer bahnbrechenden Entdeckung gestanden war. Die Polizei hatte am Körper des Opfers fremde DNA gesichert, die höchstwahrscheinlich dem Täter gehört. Zusätzlich hat sie folgende Verdächtige mit zugehörigen Motiven in die Ermittlungsakte aufgenommen:

    Der zielstrebige Doktorand: Er war der Ermordeten in derselben Forschung einen Schritt hinterher. Sie hätte vor ihm eine große Summe Geld verdient und wäre berühmt geworden.

    Der gewaltbereite Ex-Freund: Die Studentin hatte sich eine Woche vor ihrer Ermordung von ihm getrennt. Vielleicht sann er auf Rache?

    Die ordentliche Tischnachbarin: Die Ermordete lieh sich oft Geräte von einer anderen Studentin, mit der sie sich einen Labortisch teilte, und gab sie zudem nicht zuverlässig wieder zurück. Zusätzlich war die Ermordete sehr unordentlich, was die perfektionistische Tischnachbarin immer sehr gestört hatte.

    Die frustrierte Gerätenutzerin: Sie musste jedes Mal ihre Forschung an einem seltenen Gerät unterbrechen, für dessen Nutzung man sich in einen Plan eintragen musste. Die Ermordete hatte sich nämlich immer unmittelbar nach ihr zur Nutzung eingetragen. So wurden die Fortschritte der Experimente der Studentin immer wieder zerstört. Vielleicht hatte sie die Studentin aus der Frustration heraus getötet?

Nun lag es an uns den Fall aufzuklären, die DNA der vier Verdächtigen zu gewinnen und mit der DNA des Täters zu vergleichen.

Dazu bekamen wir eine theoretische Einführung zum Thema Genetik:

Uns wurde erklärt, wie Zellen aufgebaut sind und wie man die DNA aus ihnen extrahieren kann. Dann ging es auch schon in ein Labor. Wir zogen Schutzbrille, Gummihandschuhe und einen weißen Kittel an.

Zunächst wurde uns gezeigt, wie man mit den Laborpipetten umgeht. Mit diesen kann man exakte Mengen von Flüssigkeiten messen. Um den Umgang mit den Pipetten zu üben, mussten wir in eine vorgegebene Menge von Natriumhydrogencarbonat Essigsäure mischen. So ergaben sich, je nach Mischung, verschiedenste Farben.

Nun waren wir ausreichend auf den Umgang mit DNA-Proben vorbereitet. Wir beschrifteten die DNA- Proben, die in kleinen Plastikbehältern aufbewahrt wurden, um eine Verwechslung auszuschließen. Da wir aber mit der vorhandenen Menge von DNA noch nichts anfangen konnten, mussten wir zuerst die sogenannte „Polymerase“ durchführen - also den benötigten Teil DNA vervielfältigen. Nachdem wir die benötigten Teile der DNA in ausreichender Menge gewonnen hatten, konnten wir die „Elekrophorese“ durchführen: Um die DNA sichtbar zu machen, legten wir diese mit einer Pipette in ein Gel, welches kleine, vorgefertigte Geltaschen hatte. Die verschiedenen Stückchen in einer DNA- Probe sind unterschiedlich groß. Die DNA wandert mit Hilfe von Elektrizität langsam durch das Gel und so trennen sich die Proben auf: Es entsteht ein für jeden Menschen individuelles Muster.

Unsere fertigen Muster brachten wir wieder in den Vortragsraum. Dort glichen wir diese mit der DNA-Probe des Täters ab. Es stellte sich heraus, dass der eifersüchtige Exfreund die Studentin getötet hatte: seine DNA stimmte exakt mit der des Täters überein. Er wurde natürlich sofort von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Das war unsere Exkursion zum Uniklinikum ins Virchowlab unter dem Motto „Crime time“.

Vielen Dank an Herrn Mattner für sein großes Engagement und die sehr interessanten Module!

 

Modul: Landeskirchliches Archiv:

In unserem nächsten Modul des Schuljahres gingen wir in das Landeskirchliche Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern am Wöhrder See, um dort mit einer Vorbereitung für den Präsentationsabend „Schatzkiste 2020“ zu beginnen. Das Archiv lagert viele Bücher, Urkunden und Akten. Die älteste Urkunde stammt aus dem 13. Jahrhundert und die ältesten Akten aus dem 16. Jahrhundert. Wir teilten uns in drei Gruppen ein, jede Gruppe beschäftigt sich mit einem anderen Thema für die Präsentationen.

Gruppe 1 wird einen Vortrag über eine berühmte Persönlichkeiten halten. Und zwar über Katharina von Bora (Nonne, Frau von Martin Luther), Philipp Melanchthon (Namensgeber unserer Schule und Humanist) und Argula von Grumbach (protestantische Reformatorin) und zu jeder Persönlichkeit einen „Was bin ich?“ -Film (also eine Art Ratefilm) drehen.

Gruppe 2 plant die Theateraufführung eines Stücks aus dem 18. Jahrhundert, wo es um die sozialen Stände der damaligen Zeit geht.

Gruppe 3 wird zwei Vorträge über Naturkunde im Vergleich von damals zu heute halten (Schwerpunkte der Untergruppen sind Kräuter und Pilze) und eine Kräuterapotheke präsentieren.

 

Am 22.02.2019 trafen wir uns und liefen zusammen zum landeskirchliches Archiv und erhielten von Frau Dr. Andrea Schwarz, der Leiterin des Archives, eine Führung durch das Archiv und eine Einführung bezüglich Verhalten und Regeln im Archiv, zu dem sonst übrigens nur Studenten und Erwachsene Zugang haben. So dürfen zum Beispiel alte Bücher dort nur mit vorheriger Beantragung und Handschuhen eingesehen werden. Wir übten auch alte Texte reihum zu lesen, da diese noch in alten Schriftarten geschrieben wurden, z.B. der Textura. So mühten wir uns ein wenig mit der Geschichte des biblischen Propheten Jona ab. Als Highlight bekamen wir einen Originalbrief von Philipp Melanchthon und von Martin Luther zu Gesicht.

Dieses Projekt wird uns noch eine Weile beschäftigen, da die Präsentation erst 2020 stattfinden wird.

Wir werden uns nun in unseren Gruppen organisieren und an unseren Aufgaben arbeiten. In regelmäßigen Abständen treffen wir uns mit Herrn Mattner zum gegenseitigen Austausch bzgl. etwaiger Probleme und Lernfortschritt.