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Lyrik-Abend am MGN. Jugendliche und Gedichte – geht das irgendwie noch zusammen?

Es geht! Den Beweis haben 16 Kollegiatinnen und Kollegiaten aus der Q 11 im Januar 2020 angetreten und mit der Kursleiterin Frau Galster einen Lyrik-Abend in der Box ausgerichtet, an dem Texte von Goethe und Schiller aus den Epochen des Sturm und Drang sowie der Weimarer Klassik auf jeweils ganz besondere Art präsentiert wurden. Getragen wurde dieser stimmungsvolle und kurzweilige Abend von den abwechslungsreich ausgewählten Texten, deren individuellen Darbietung und einer jeweils kurzen Einführung.

Nach der Begrüßung und einigen Gedanken über die „heilsame Wirkung von Lyrik“ der Kursleiterin wurden zunächst eine Reihe bekannter Gedichte, die auch im Unterricht behandelt wurden, vorgetragen. Dazu gehörten Goethes „Willkommen und Abschied“, „Die Grenzen der Menscheit“, „Das Göttliche“, der Eingangsmonolog von Goethes Faust sowie Schillers „Die Teilung der Erde“. Auch die berühmten Balladen der beiden Dichter, bei denen sich so mancher im Publikum an seine eigene Schulzeit erinnert haben dürfte, wurden rezitiert und teilweise auch vorgespielt, so „Der Erlkönig“, „Der Zauberlehrling“, „Die Bürgschaft“ und „Der Ring des Polykrates“. Dazwischen gab es auch weniger bekannte Texte zu hören, die sich die Vortragenden selbst ausgewählt hatten, beispielsweise Goethes „Die Freuden“, „Gefunden“ und Schillers „Rätsel von Turandot“. Der Abend überraschte somit durch die Aneinanderreihung vieler Highlights. Eines davon war sicherlich auch die selbstverfasste Parodie zur Melodie des letzten Satzes von Beethovens neunter Sinphonie mit dem Titel „Ode an die Schadenfreude“, die – natürlich – gesungen zum Besten gegeben wurde. Den krönende Abschluss bildete schließlich die (relativ spontane) Zugabe: Schillers Bürgschaft in atemberaubendem Tempo gerappt und damit neu interpretiert!

Vielen Dank an die engagierten jungen Künstler, die trotz Lampenfieber das wohlwollende Publikum begeistern konnten! Vielleicht gibt es im kommenden Jahr eine Neuauflage mit modernen lyrischen Texten. Dies wäre ganz sicherlich wieder eine Bereicherung und ein erneuter Beweis dafür, wie wunderbar Lyrik und junge Leute zusammenpassen….



S. Galster