Berichte / Aktuelles

/ / / Berichte / Aktuelles

Berichte / Aktuelles

Ausflug der Klassen 6a, b, c ins Reich der Pharaonen

Von Juliane Steinfeld (6c)

Die Ausstellung über den ägyptischen Pharao Tutanchamun, der vor ca. 3000 Jahren lebte, ist sehr interessant gestaltet und setzt sich aus Fotos, täuschend echten Nachbildungen der Fundstücke des Pharaonengrabes, Filmen und Erklärungen über den Audioguide zusammmen.

Ich habe viele interessante Sachen über Tutanchamun erfahren. Zum Beispiel wurde er bereits mit 8 Jahren zum König Ägyptens gekrönt, starb aber schon im Alter von 18 Jahren. Nach seinem Tod wurde er nicht in einer Pyramide begraben, sondern seine Grabkammer mit den dazugehörigen Räumen lag einige Meter tief unter der Erde. Pyramiden konnten Grabräuber leicht finden und ausrauben, deshalb legten nachfolgende Pharaonen, so auch Tutanchamun, ihre Gräber versteckt unter der Erde an. Das Grab Tutanchamuns befand sich im Tal der Könige am Nil, gegenüber der heutigen Stadt Luxor. Das Tal bekam den Namen, weil dort alle Pharaonen begraben wurden. Und was ich am interessantesten fand: Tutanchamun ist gar nicht der echte Name des Pharaos! Denn als Tutanchamuns Vater Echnamun der Herrscher Ägyptens war, schaffte er die Verehrung aller Götter ab, und es durfte nur noch der Sonnengott Aton verehrt werden. Ihm zu Ehren nannte er sich Echnaton, denn sein voriger Name enthielt den Namen des früheren Hauptgottes Amun. Echnaton nannte seinen Sohn Tutanchaton. Doch dieser führte mit 10 Jahren die Verehrung aller alten Götter wieder ein, machte auch Amun wieder zum Hauptgott und änderte deswegen seinen Namen in Tutanchamun.

Es war auch spannend, dass man im Grab nicht nur die Mumie Tutanchamuns fand, sondern noch zwei Sarkophage, in denen zwei weitere Mumien lagen. Es waren die beiden früh verstorbenen Töchter des Pharaos, die beide nicht einmal 1 Jahr alt wurden.Warum Tutanchamun so früh gestorben ist, weiß man nicht genau. Vielleicht war es die schwere Knieverletzung, eine bestimmte Krankheit oder es hat mit dem Knochensplitter im Hinterkopf zu tun.

Aber wie wurde Tutanchamun eigentlich gefunden? Archäologen gruben im Tal der Könige nach Fundstücken. Nun waren sie der Meinung, dass hier nichts mehr zu finden war. Doch der Engländer Howard Carter war fest davon überzeugt, dass sich unter dem Ausgrabungsschutt das Grab Tutanchamuns befand. Er hätte gerne danach gegraben, doch hatte er weder eine Grabungslizenz, noch genügend Geld um sich die Lizenz zu kaufen oder um die Arbeiter zu bezahlen. Aber zum Glück kannte er Lord Carnarvon, einen reichen Engländer, den er überzeugte, ihn für die Ausgrabungen finanziell zu unterstützen. Tatsächlich stieß Howard Carter 1922 nach 5 Jahren vergeblicher Suche mit seinen Arbeitern auf die Stufen, die zum Grab Tutanchamuns führten. Allein in der Vorkammer und der Schatzkammer des Grabes fand man insgesamt über 200 Gegenstände, die man dem Pharao mit ins Grab gegeben hatte. Unter anderem drei Betten, Tutanchamuns Thron, wertvolle Sachen aus Gold, einen großen Schrank, den man Schrein nennt, mit den inneren Organen des Pharaos und sogar Tonkapseln mit Essen darin, weil man glaubte, dass der Verstorbene etwas zu Essen für seine Reise ins Totenreich benötigte. Im nächsten Raum, der Grabkammer, stand ein riesiger vergoldeter Schrein, der die Größe eines Zimmers hatte und somit den ganzen Raum ausfüllte. Die Türen des Schreins standen offen, denn bis hier waren schon Grabräuber vorgedrungen. In diesem Schrein standen drei weitere, immer enger ineinander verschachtelt. Doch im inneren Schrein lag der Sarkophag Tutanchamuns. Als man den Deckel des Sarkophages öffnete, kam ein weiterer zum Vorschein. Und in diesem lag ein Sarg aus purem Gold, in dem die Mumie des Pharao lag. Das Gesicht war mit einer goldenen Maske bedeckt. Leider mussten Howard Carter und seine Leute feststellen, dass die Mumie größten Teils zerfressen war, aber sie trug sogar noch den Schmuck, den der Pharao schon zu Lebzeiten getragen hatte.

Die Ausstellung ist noch bis Ende Januar 2014 in Nürnberg in der Fürther Straße 205 zu sehen, und es lohnt sich, dort hin zu gehen.