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Kindheit und Jugend in der DDR Ein Interview mit Frau Cornelia Hentschler

Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes erhielt jeder Schüler unserer Klasse die Aufgabe ein kleines Referat über ein geschichtliches Ereignis ab 1945 zu halten. Elmar und mir fiel wohl die ungewöhnlichste Aufgabe zu, da wir ein Interview mit unserer Bibliothekarin Frau Hentschler über ihr Leben in der DDR führen sollten. Zunächst mussten wir passende Fragen finden und auswählen und sie mit Frau Hentschler privat besprechen danach folgte das Interview vor der ganzen Klasse und Frau Switalski.

Zu Beginn befragten wir sie zum Alltag in der DDR und hörten wirklich interessante Fakten wie die Aufwände, die betrieben werden mussten um Luxusgüter wie zum Beispiel ein Auto zu erwerben oder denn Alltag in der Schule der von täglicher Propaganda der meisten Lehrer begleitet wurde. Dann wandte sich das Gespräch dem Westen und dem Gedanken an Flucht zu, der jedoch von Frau Hentschler als nie in Betracht gezogen und viel zu gefährlich für die meisten Leute bezeichnet wurde. Ebenfalls interessant war die Erklärung dass die Welt im Westen Deutschland heller und leuchtender war, nicht nur im übertragenen Sinn gemeint war sondern dass die Straßenlaternen in der DDR wirklich dunkler waren und es nicht viel Leuchtwerbung oder Ähnliches gab. Als kleiner Höhepunkt ist der Moment zu nennen, in dem Frau Hentschler ihren alten FDJ und Pionier Ausweis heraus gezogen und herumgehen ließ. Dies gab dem Ganzen eine persönliche Note und allen das Gefühl, dass in diesem Fall Geschichte nicht weit weg ist, sondern erst vor kurzer Zeit passiert ist.

Nochmal vielen Dank an Frau Hentschler, dass sie sich die Zeit genommen hat und unsere Fragen ernst und nachdenklich beantwortet hat. Wir haben viel gelernt. Insgesamt war die Stunde eine spannende vielseitige und interessante Erfahrung da man andernfalls nie so viel über das Leben und den Alltag in der DDR erfahren hätte.