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Melanchthon-Preis und Landeswettbewerb Erinnerungszeichen für Lutherbuch

War Luther eigentlich je in Nürnberg? Wir haben uns anlässlich der 500. Wiederkehr der Reformation auf die Suche nach Dokumenten und Spuren Luthers in unserer Stadt gemacht. Als ältestes deutsches Gymnasium, das von Luthers engstem Freund Philipp Melanchthon 1526 gegründet worden ist, fühlten wir uns dem Reformator schon recht nah, auch wenn er tatsächlich nur drei Mal in unsere Reichsstadt kam. Wir haben uns deshalb auch um seine unmittelbare Wirkung auf Nürnberg gekümmert und versucht seinen Einfluss auf Veit Dietrich, den Losunger Ebner, den Übersetzer der 95 Thesen Kaspar Nützel, den Losunger Hieronymus Baumgartner oder den Ratsschreiber Lazarus Spengler in Nürnberg und darüber hinaus auf seinen Widersacher Tetzel, seinen ehemaligen Freund Müntzer oder seinen Porträtisten Lucas Cranach zu erforschen.

Wie wir vorgingen? Wir haben aus einigen Grundtexten zur Geschichte der Noris und zur Geschichte der Reformation jeweils eigenen Kapitel im Kontext des Geschichtslehrstoffes der siebten Jahrgangsstufe erarbeitet und dann im gemeinsamen Vorleseprozess zusammen vernetzt. Charlotte hat z.B. Dantes „Divina comoedia“ als Vorlage genommen, um Luthers Höllenangst zu beschreiben, Felice und Daniel haben das Gewittererlebnis bei Stotternheim in Gedichtform umgesetzt, ein paar von uns waren in der Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums „Luther und die Folgen“ und haben sich mit der Neuen Welt und den Tischgesprächen in Wittenberg auseinandergesetzt und immer wieder geforscht, inwieweit Nürnberger Reformatoren dort aufgenommen wurden.

Es war nicht immer ganz leicht allen alles vorzulesen und wissen zu lassen, aber wir sind stolz ein kleines Lutherbüchlein um die beiden von uns erfundenen Lutherzeitgenossen Hans und Jakob geschrieben zu haben. Natürlich wurde auch Philipp Melanchthon und die Schulgründung vor fast 500 Jahren von uns bedacht. Unser Buch „Martinus sum- Norimberga in urbe oder Luther in Nürnberg“  wurde am 12. Oktober 2017 beim 7. Kreativ- und Ideenwettbewerb des Vereins der Freunde des Melanchthon-Gymnasiums in der Ebene 2 mit dem 1. Preis und beim Landeswettbewerb Erinnerungszeichen „Bayern um 1500“ im Mai 2018 mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Besonderer Dank gilt Herrn Martin Backhouse, Frau Karin Verscht-Biener und Herrn Konrad Birkmann. Sie haben in alter Verbundenheit zu unserer Schule verlegt, korrigiert und gestaltet. Dafür sei im Namen der ehemaligen 7b herzlich Dank gesagt.