Details

/ / Details

Inszenierung 2016 - August Strindberg: Ein Traumspiel


Eine Notlösung entwickelte sich für die Inszenierung 2016 zu einem Glücksfall: Da die gewohnte Spielstätte, das Theater Pfütze, keinen passenden Termin für das MGN zur Verfügung hatte, ergab es sich gut, dass mit August Strindbergs "Ein Traumspiel" (1902) ein Stück von den Schülern ausgewählt wurde, das sich bestens als Stationendrama aufführen lässt.

Das Publikum verfolgte also den Weg von göttlichen, musischen Ebenen auf dem III. Stock über beziehungsstörende Eindrücke auf dem II. und utopisch-bedrückende Impressionen im I. Stock hin zum großen Finale auf dem Boden der Tatsachen im Erdgeschoss. 

 

Protagonistin des Stückes von Strindberg ist die Tochter des indischen Gottes Indra, Agnes, die aus Mitleid mit den Menschen auf die Erde herabsteigt. 

In immer neuen Verwandlungen und traumhaften Sequenzen ohne eigentliche dramatische Handlung erkundet sie die Möglichkeiten und Begrenztheiten menschlicher Existenz. Das Mitleiden von Agnes: "Die Menschen sind zu bedauern." wird zum Hauptmotiv des Stücks. Exemplarisch begegnet sie unterschiedlichen Lebensentwürfen: dem des Offiziers, des pedantischen Advokaten, des Dichters. Das Scheitern und Leiden der Figuren gewinnt eine metaphysische Dimension, in dem der Sinn des Lebens sich nur aus einem unerkennbaren, jenseitigen Zusammenhang ergeben kann, der gleichzeitig das aktuelle Geschehen traumhaft-geheimnisvoll durchwebt.

Aufführungen: 15. März und 16. März 2016

Ort: III. Stock bis Erdgeschoss im Treppenhaus des Melanchthon-Gymnasiums

Aufführungsrechte: Felix Block Erben GmbH