Konfliktprävention und -lösung am Melanchthon-Gymnasium
Möglichkeiten der Konfliktlösung
No Blame Approach: Mobbing-Intervention ohne Schuldzuweisung
Von Lehrkräften wird angeboten: Die Methode des „No Blame Approach“ bieten einige ausgebildete Kolleginnen und Kollegen seit Anfang des Jahres 2015 an, um das Angebot vonseiten der Schule zur Unterstützung von einzelnen Schülerinnen und Schülern sowie der Klassen- und Schulgemeinschaft zu erweitern. Hierbei soll die Missachtung oder aktive Ausgrenzung von Einzelnen gestoppt werden. Dies geschieht, indem eine Gruppe von etwa acht Schülerinnen und Schülern ausgewählt wird, die in einem Gesprächs lösungsorientierte Verhaltensweisen vereinbart. Mit dieser Mobbing-Interventionsmethode stellen wir eine konsensbasierte Alternative oder Ergänzung zu disziplinarischen Maßnahmen zur Verfügung.
Von Schülerinnen und Schülern wird mit Unterstützung von Lehrkräften angeboten:
Der „No Blame Approach“ ist abzugrenzen von einer Schülermediation. In einer solchen Streitschlichtung werden deutlich sichtbare Konflikte zwischen Einzelnen mithilfe eines ausgebildeten Schüler-Streitschlichters bzw. einer ausgebildeten Schüler-Streitschlichterin in den Fokus genommen.
Beide Methoden basieren auf der Grundidee, dass von den Beteiligten eine Lösung oder ein für alle Beteiligten erträglicher Status Quo ermöglicht werden kann.
Kontakt: Sandra Withenius, Andrea Schneider-Deisel, Sandra Galster, Johannes Loy
Angebote der Konfliktprävention
Ein wichtiger Teil unseres pädagogischen Programms in der Schule besteht darin, Lernumgebungen zu erschaffen und Aktivitäten zu planen, mit deren Hilfe manche Konflikte überhaupt erst gar nicht entstehen. Wichtige Bestandteile der Konfliktprävention finden Sie im Folgenden kurz vorgestellt:
Noch vor den Herbstferien finden für unsere fünften Klassen die Kennenlerntage statt. Mithilfe von Teamevents in der Schule, in einer Nürnberger Kletterhallte oder anderen Locations lernen sich unsere neuen Schülerinnen und Schüler (ohne Übernachtung) besser kennen und wagen die ersten Schritte auf dem Weg zu einer stabilen und tragfähigen Klassengemeinschaft.
Die 6. Klassen besuchen im Frühjahr unser Projekt „Hand in Hand“. Dazu arbeiten die Schüler spielerisch zwei Tage lang außerhalb des Schulgeländes zu den Themen Stärkung der Klassengemeinschaft, soziales Verhalten und Strategien zur Mobbing-Prävention.
Der Klassenrat bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Konflikte in eigener Verantwortung anzusprechen und zu lösen. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden, welche Themen sie in den Sitzungen beraten und lernen so mehr über Organisation, Problembewältigung und das Zusammenleben in der Klasse. Das Klassenleitungsteam unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, greift aber in der Regel nicht aktiv ein. Das Forum des Klassenrats gibt es ab der 5. Klasse.
Hier begleiten ältere, erfahrene Schülerinnen und Schüler die Jüngeren beim Überwinden schulischer Hürden, z.B. beim Eingewöhnen in das neue Schul- und Klassenleben.