„Ich fürchte, das warme Leben in mir zu erkälten an der eiskalten Geschichte des Tags.“
(Friedrich Hölderlin)
Geschichte am Melanchthon-Gymnasium sucht nach objektiver Wahrheit, unterscheidet Fakten von Meinungen, bildet politisches Bewusstsein, diskutiert mit Zeitzeugen, geht in Archive, konzipiert Ausstellungen, besucht KZ-Gedenkstätten und lässt an der Geschichtskultur unserer Stadt in Museen und Überresten teilhaben. Es gibt am Melanchthon-Gymnasium auch die Möglichkeit, den bilingualen Zweig zu wählen, d. h. am Geschichtsunterricht in englischer Sprache teilzunehmen.
Geschichte unterwegs
Unser Exkursionscurriculum bietet historische Anschauung und Erinnerungskultur vor Ort. Lehrplangemäß untersuchen wir sukzessive ab der 6. Jahrgangsstufe die Steinzeit mit dem „Museum im Koffer“, besuchen die Nürnberger Burg und das Dürerhaus, eruieren das 19. Jahrhundert im Museum Industriekultur, fahren in die Gedenkstätte des KZ Dachaus, bilden uns politisch im Bayerischen Landtag fort, erhalten eine Führung über das Reichsparteitagsgelände und machen das Planspiel „Civil Powkers“ in der Oberstufe.
Seit 2013 organisiert die Fachschaft Geschichte im Zuge ihres Themenschwerpunkts Antisemitismuspräventation auch einen Israelaustausch.
Unsere Auszeichnungen bei Geschichtswettbewerben
Ioanna Kopasaki erhält den Preis des Bayerischen Clubs für die W-Seminararbeit zur Familie Berlin im Maximilianeum (Laudator Prof. Albert Scharf und Staatssekretär Bernd Sibler) (W-Seminar Switalski)
Franca Bauernfeind und Luisa Heine bekommen den Otto-Wels-Preis der SPD-Fraktion des Bundestags für den Film „Mein Israel“ im Bundestag Berlin (Laudatoren: Außenminister Frank Walter Steinmeier und Iris Berben) (Israelaustausch Switalski)
W-Seminararbeiten von Natalie Baumann und Theodor Tharandt vom W-Seminar Geschichte „Nürnberg und der Erste Weltkrieg“ (Laudator Dr. Ulrich Maly als Vorsitzender des „Vereins für die Geschichte der Stadt Nürnberg“) (W-Seminar Switalski)
Klasse 8d erhält den Melanchthon-Preis der „Freunde des Melanchthon-Gymnasiums“ für „Martinus sum. Norimberga in urbe oder Luther in Nürnberg, Schülerschrift zum Reformationsjubiläum 2017“
Landesgeschichtlicher Wettbewerb Erinnerungszeichen/Lobende Erwähnung für „Martinus sum. Norimberga in urbe oder Luther in Nürnberg“
Lobende Erwähnung für Geschichte Q12 beim 26. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten „So geht’s nicht weiter“ mit einem Video-Projekt zu „Nürnberg und die 68er“ (W-Seminar Switalski)
Christopher Stummvoll erhält den dritten Platz des Förderpreises des Vereins für die Geschichte der Stadt Nürnberg für seine W-Seminararbeit „Einfluss der 68er-Bewegung auf die Kriegsdienstverweigerung“ (Laudator Dr. Ulrich Maly) (W-Seminar Switalski)
Seit 2019 jährliche Teilnahme am Jenö-Konrad CUP zur Antisemitismusprävention des 1. FCN, der IKGN und Makkabi Nürnberg e.V.
Lobende Erwähnung Geschichte 9b beim 28. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten für das Peerguiding Projekt „Jüdische Wege gehen“
Lobende Erwähnung für Nathalie Zweifel beim 28. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten „Bewegte Zeiten“ für den Einzelbeitrag Ideologische Vereinnahmung des Sports im Dritten Reich und heute
Jüdische Schicksale in Nürnberg und am MGN – App der 9. Klassen des Melanchthon-Gymnasiums (Sonderpreis des Deutschen Jugendherbergswerks)
Erster Preis des Jenö Konrad Cups für die 9. Klassen des MGN (Betreuung Switalski)
Drei Preisträger des MGN beim Förderpreis des Vereins für die Geschichte der Stadt Nürnberg für W-Seminararbeiten zur Schulgeschichte für Paula Züll (Literarisches Erbe und Bildungsauftrag im Schultheater unter besonderer Berücksichtigung der Schülerbühne des Melanchthon-Gymnasiums Nürnberg zwischen 1951 und 1964 unter der Leitung von Hans Heißner), Emma Schertlin (Der jüdische Melanchthonianer Franz Reizenstein und der ihm 1964 in Nürnberg für seine Komposition verliehene Kulturpreis vor dem Hintergrund der Wiedergutmachung ) und Noah Ebert (Das Leben der Melanchthonianer und Frontsoldaten Walter Berlin, Eugen Collin, Paul Josephthal und Walter Freundenthal als Grundlage für eine Bewertung jüdischer Emanzipation von 1869 bis 1950) (W-Seminar Switalski)
BCJ.Bayern-Studienpreis Emma Schertlin für ihre W-Seminararbeit (Der jüdische Melanchthonianer Franz Reizenstein und der ihm 1964 in Nürnberg für seine Komposition verliehene Kulturpreis vor dem Hintergrund der Wiedergutmachung)
Fachschaft Geschichte
Narien Chouani (Cho), StRefin
Andreas Fahrenschon (Fa), StR
Stefanie Friedrich (Fr), OStRin
Sandra Galster, M.A. (Ga), StDin
Johannes Geißendörfer (Gd), StD
Heike Hessenauer, M.A. (He), StDin
André Kaiser (Ka), StD
Angelika Kawlath (Kw), StRin
Johannes Loy (Ly), StR
Alexander Meinlschmidt (Me), StD
Marlene Oßwald (Osw), StRefin
Marcus Spangehl, M.A. (Sg), StD
Marion Steinke (Sk), OStRin
Dr. Martina Switalski (Sw), OStRin
Ulrich Vogel (Vg), StR
Humanis-Mat
So forschen wir noch heute
Wie bringt uns klassische Bildung im Leben heute weiter?
Geschichte ist auch immer Geschichte der anderen. Dieser Grundsatz betont, dass die Geschichtswissenschaft sich nicht nur auf die Perspektive der eigenen Gruppe oder Nation beschränken, sondern immer auch die Geschichte der anderen einbeziehen soll. Diesen Grundsatz hat als erster der griechische Historiker Herodot (5. Jh. v. Chr.) stark gemacht. Mit ihm kommt die Erkenntnis in die Welt, dass Ereignisse ganz unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene Gruppen haben können. Für ein umfassendes und möglichst objektives Bild ist immer auch ein Perspektivenwechsel nötig.
Bildergalerie