Festakt 500 Jahre MGN
Wenn Ministerpräsident Markus Söder von unserem Jubiläum als „nationalem Ereignis“ spricht. Wenn die Bundesbildungsministerin Katrin Prien anlässlich des Jubiläums „schockverliebt“ in Nürnberg ist. Dann ist der Höhepunkt der Feierlichkeiten zu unserem 500. Geburtstag gekommen.
Am 24.07.2026 lief die Festwoche zum 500. Geburtstag unserer Schule auf einen besonderen Höhepunkt zu: An diesem Tag fand nämlich der offizielle Festakt des Schuljubiläums mit Bundesbildungsministerin Karin Prien, Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Kultusministerin Anna Stolz auf Einladung der Stadt Nürnberg durch Oberbürgermeister Marcus König und des Melanchthon-Gymnasiums durch Schulleiter Dr. Christoph Reichardt in der Sebalduskirche statt.
Umrahmt wurde das Programm durch die großartigen Musikbeiträge aus den „Carmina Burana“ durch unseren Projektchor (Leitung: Oliver Pröll) und unser Orchester (Leitung: Katharina Tonn), die einen Ausschnitt aus dem umjubelten Programm des Festkonzerts vom Vortrag boten.
In seiner Begrüßung ordnete Oberbürgermeister Marcus König die Gründung des Melanchthon-Gymnasiums in die vielfältige und bunte Bildungsgeschichte der Stadt Nürnberg ein, während unser Schulleiter Dr. Christoph Reichardt einen Blick auf Melanchthons eigene Rede vor 500 Jahre und dessen Briefe an Weggefährten warf. Melanchthons bleibende Bedeutung erkannte er dabei unter anderem in einem Ausspruch des Reformators, demzufolge das Vernachlässigen der Jugend in den Schule so schlimm wäre, wie wenn man einem Jahr den Frühling wegnehmen würde.
In seinem Grußwort betonte Ministerpräsident Dr. Markus Söder die zentrale Bedeutung humanistischer Bildung. In einem breiten, humanistisch fundierten Bildungsbegriff, der auf Wertevermittlung und Kritikfähigkeit der Schülerinnen und Schüler setzt, sieht er den entscheidenden Schutzwall gegen antidemokratische Tendenzen und für einen stabilen Staat.
Karin Prien nannte ein humanistisches Bildungsideal gerade angesichts von KI als entscheidend für die Zukunft. Wie wollen wir Menschen sein? Welche Gesellschaft wollen wir haben? Für diese Fragen müsse Bildung Antworten ermöglichen. Prien betonte das Zusammenspiel von Kommunen, Land und Bund und hob die Initiative „Leistung macht stark“ hervor. Humanistische Bildung müsse sich in der Balance zwischen Bewahren und Erneuern bewegen.
Eine Talkrunde, zu der noch der Präsident der Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr.-Ing. Joachim Hornegger, und Kultusministerin Anna Stolz stießen, brachte kurzweilige Eindrücke in die Zukunft der Bildung. Unsere Schüler Frieda Ortlieb, Ellen Disch, Oskar Blos moderierten unterhaltsam und charmant. Hier ein kurzer Ausschnitt aus den Antworten:
„In 500 Jahren werden immer noch Latein und Griechisch unterrichtet werden.“ (König).
„Das Beste an bayerischen Schulen sind die Menschen.“ (Stolz)
„Das Beste am MGN ist die große Verbundenheit der Schulfamilie. Allen Schülerinnen und Schülern wünsche ich KI, was ich allerdings als kritische Intelligenz verstanden wissen möchte.“ (Reichardt)
„Wenn die Freiheit der Wissenschaft angegriffen wird, sollte man es wie Antigone machen.“ (Hornegger)
„Ich würde besonders in die frühkindliche Bildung investieren.“ (Prien)
„Wenn sich alle engagieren und die Demokraten nicht nachlässig werden, wird die Demokratie nicht kippen.“ (Söder)
Nach einem kurzen Ausschnitt aus dem Jubiläumstheaterstück „Ein Ritual“ mit dem Chor der Antigone und dem Erscheinen Melanchthons endete der Festakt und die Nürnberger Bildungsreferentin Cornelia Trinkl lud zum Empfang ins Rathaus.
Umrahmt von der Musik unserer Bigband (Leitung: Rüdiger Pürner) und einer Band der Peter-Vischer-Schule entwickelten sich im Innenhof des Rathaus gute Gespräche und die Ergebnisse der Bildungshelden-Aktionen verschiedener Schulen konnten in der Ehrenhallte bestaunt werden. Ein rundum gelungener Abend ging zu Ende …
(Text: Dr. Christopher Diez, Martin Rösch)
Impressionen vom Festakt
Fotos: Marcus Spangehl mit Dr. Daniela Hüttinger und Dr. Martina Switalski