Römertag am MGN
Am 07. Mai 2026 fand am Melanchthon-Gymnasium Nürnberg der Aktionstag Antike statt. Dort lernten die Schülerinnen und Schüler vormittags etwas über das Leben im Alten Rom. Abends fanden Vorträge und ein Hoffest für Eltern und Gäste statt. Organisiert wurde er von Mitgliedern des Elternbeirats (unter Federführung von Dr. Jens Lichte, Dr. Martin Ortlieb und Dr. Mathias Rösch) und des Kollegiums (unter Federführung von OStR Peter Mattner mit seinem Kurs PLUS-Lernen).
Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b berichten von ihren Eindrücken:
In unserer Gruppe fand die Station „Römische Portraits“ als erstes statt. Dort gab es viele kleine Büsten. Elternbeiräte zeigten uns Bilder von römischen Büsten aus verschiedenen Epochen. Danach wurde uns eine Aufgabe gestellt, wo wir Portraits zu einem Zeitalter zuordnen sollten. Wir hatten alles richtig gemacht. Als wir danach in das Zimmer 20 kamen, stieg uns sofort ein fischiger Geruch in die Nase. Dort sahen wir verschiedene Soßen und Pasten sowie Brot. Freundliche Mitglieder des Elternbeirats erklärten uns, was wir tun sollten. Wir sollten die Speisen kosten und herausfinden, welche Zutaten darin waren. Was uns besonders ins Auge fiel, war das dunkle Garum. Man gab uns Brot und wir kosteten. Nach einigem Zögern trauten wir uns das Garum heran. Es war eine Explosion der Geschmäcker, was aber nicht unbedingt etwas Gutes verhieß. Außerdem gab es Olivenpaste und eine Tomatenpaste, aber auch Joghurt mit Kräutern. Dann verließen wir den Raum und gingen zur nächsten Station.
In der Box gab es viele nützliche und gefährliche Waffen. Auch ein künstliches blaues Pferd, das einen Wagen zog, war zu sehen. Außerdem gab es nachgestelltes Essen der Soldaten. Es bestand aus Körnern, Karotten und Fisch. Werkzeuge und die Rüstung der Soldaten konnte man ebenfalls betrachten. Schild und Helm konnte man anprobieren. Außerdem betrachteten wir einen römischen Reisewagen. Es gab auch verschiedene Spiele bei den Römern, um sich die Zeit zu vertreiben. Dies fand im Zimmer 125 statt. Dort durfte man verschiedene Spiele ausprobieren. Eines davon war die römische Rundmühle. Dies ist eine Mühle wie heutzutage, nur in rund. Außerdem gab es eine Spiel mit Walnüssen und ein Spiel mit Bällen, das an Boccia erinnerte.
Im Raum 124 war die Station „Kolosseum“. Dort wurde ein schöner Stummfilm von Melanchthon-Schülern gezeigt, in dem mit Playmobil-Männchen ein Tag im Kolosseum dargestellt wurde. Daraus haben wir geschlossen, dass zur Unterhaltung des Volkes vielerlei geboten wurde wie zum Beispiel Tierhatzen, Hinrichtungen, nachgestellte Schlachten und Gladiatorenkämpfe. Dazu gab es passend zu einem Modell des Kolosseums noch einen Vortrag, in dem weitere Fakten erklärt wurde. Zum Beispiel haben wir auch erfahren, dass das Amphitheatrum Flavium von Kaiser Vespasian begonnen und von seinem Sohn Titus vollendet wurde. Der Eintritt war kostenfrei, dennoch war es schwer, an die Eintrittsmarken zu kommen, die den Eingang und den Sitzplatz kennzeichneten.
Bei der nächsten Station ging es um die römischen Schulen. Dort wurden statt Heften Tafeln und statt Stiften Griffel benutzt. Es gab drei verschiedene Stufen von Schulen. Die dritte Stufe war nur für Adelige. Mädchen besuchten oft nur die erste Stufe. Die Schule in Rom war sehr streng, oft wurden als Strafe Prügel benutzt. Viele Reiche hatten Privat-Lehrer. Lehrer waren oft gebildete Griechen. Die Schulen in Rom gingen von der Früh bis zum Sonnenuntergang. Dies war unsere letzte Station am Vormittag.
Um 18 Uhr begann das Abendprogramm. In der Schulaula gab es einen Vortrag von Vincent Christlein, der KI-Forscher ist. Er berichtete über KI-Entzifferung von verbrannten Schriftrollen in Herculaneum und Pompeji. Prof. Dr. Boris Dreyer erzählte anschließend etwas über Machbarkeitsstudien zum Thema römische Geschütze, Bote und Fahrzeuge. In der Box fand eine Ausstellung statt. Da konnte man sich den römischen Reisewagen ansehen und weitere Replikate. Die war ein Projekt der FAU mit Mitarbeit von Schülern und Eltern des MGN. Als Abschluss wurde ein kleines Hoffest veranstaltet. Zum Essen gab es Getränke und Snacks nach römischer Art.
Insgesamt fanden die Schüler den Antike-Tag sehr interessant. Besonders gelobt wurden die römischen Spiele und das Essen. Der Antike-Tag sollte unbedingt wiederholt werden!
(Text: Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b; Fotos: StD Johannes Geißendörfer, Dr. Martin Ortlieb [EB], Dr. Mathias Rösch [EB], Alina Schubert [EB])